Page 106 - KELAG Geschäftsbericht 2018
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Konzernabschluss














             Verbindlichkeiten        Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den
             aus Lieferungen und      fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
             Leistungen und sonstige
             Verbindlichkeiten
                                      Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Derivate aus dem Energiebereich. Die deri-
                                      vativen Finanzinstrumente werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Bilanzwerte von
                                      Derivaten mit Aufrechnungsvereinbarung werden miteinander verrechnet und somit saldiert aus-
                                      gewiesen.


             Eventual-                Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits beste-
             verbindlichkeiten        hende Verpflichtungen, die wahrscheinlich nicht zu einem Ressourcenabfluss führen oder in ihrer
                                      Höhe nicht verlässlich bestimmt werden können. Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz nur
                                      dann erfasst, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden.
                                      Ihr Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt dann zum höheren
                                      der beiden nachstehenden Beträge:

                                            dem Betrag, der in Übereinstimmung mit den oben beschriebenen Leitlinien für
                                         Rückstellungen erfasst werden würde (IAS 37); oder
                                            dem erstmalig angesetzten Betrag ggf. abzüglich der in Übereinstimmung mit den
                                         allgemeinen Leitlinien für Ertragsrealisierung erfassten kumulativen Abschreibung

             Zuschüsse der            Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn hin-
             öffentlichen Hand        reichende Sicherheit besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die
                                      damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig
                                      als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwen-
                                      dungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen.

                                      Die Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden mit den entsprechenden Anschaffungs-
                                      bzw. Herstellungskosten verrechnet.


             Baukostenzuschüsse       Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Baukostenzuschüssen handelt es sich im Wesentlichen um von
                                      Kunden erhaltene Baukostenzuschüsse für Netzbereitstellung und Anschlusskosten an das Strom-
                                      und Gasnetz sowie sonstige Anschlusskostenbeiträge aus dem Wärmebereich, die als Vertragsver-
                                      bindlichkeiten nach IFRS 15 einzustufen sind. Diese werden als Passivposten unter den Schulden
                                      erfasst und ergebniswirksam aufgelöst. Die Auflösungsbeträge werden in den Umsatzerlösen aus-
                                      gewiesen.

             Regulatorische           Werden Netztarife durch einen Regulator auf Basis von Kosten- bzw. Erlösschätzungen festgelegt
             Vermögenswerte           und Minder- oder Mehrkosten bzw. -erlöse aus der Vergangenheit bei der Tariffestsetzung in der
             und Schulden
                                      Zukunft berücksichtigt, so ist der Netzbetreiber berechtigt, Mehrkosten bzw. Mindererlöse in zu-
                                      künftigen Jahren von den Netznutzern im Wege höherer Tarife abgegolten zu bekommen, oder
                                      verpflichtet, Minderkosten bzw. Mehrerlöse den Netznutzern im Wege niedrigerer Tarife rückzuver-
                                      güten. Solche Ansprüche bzw. Verpflichtungen werden als regulatorische Vermögenswerte bzw.
                                      Schulden bezeichnet.










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