Page 103 - KELAG Geschäftsbericht 2018
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Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräu-
           ßerungswert am Bilanzstichtag angesetzt. Dieser ergibt sich bei marktgängigen Vorräten aus dem
           aktuellen Marktpreis. Bei sämtlichen anderen  Vorräten ergibt sich der Nettoveräußerungswert
           aus der Herleitung von geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. Deren
           Bewertung erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren.

           Noch nicht abrechenbare Leistungen sowie unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten
           bewertet, welche die Fertigungslohneinzelkosten, die Materialeinzelkosten sowie die angemesse-
           nen Gemeinkosten umfassen.


           Der Posten der liquiden Mittel in der Bilanz umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie   Liquide Mittel
           kurzfristige hochliquide Einlagen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt
           werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen.

           Für Zwecke der Geldflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die
           oben definierten liquiden Mittel.

           Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich   Finanz-
           Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen   verbindlichkeiten
           Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird unter Verwendung der Effektivzinsmethode über die
           Laufzeit verteilt und im Finanzergebnis erfasst.

           Die Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche   Pensions-
           Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode)   verpflichtungen,
           ermittelt. Der Konzern erfasst die Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Ver-  pensionsähnliche
                                                                                          Verpflichtungen,
           sorgungsplänen in der Berichtsperiode, in der sie anfallen, in voller Höhe im sonstigen Ergebnis.   gesetzliche
           Die Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen wird dabei so-  Abfertigungen
                                                                                          und Altersteilzeit-
           fort in die kumulierten Ergebnisse eingestellt und auch in den Folgeperioden nicht erfolgswirksam   verpflichtungen
           umgegliedert. Die Nettozinsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten
           Zinsaufwand erfasst.

           Die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf Basis versicherungsmathematischer Gut-
           achten. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden erstmals im vorliegenden Konzernab-
           schluss die „AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ in der Ausprägung
           für Angestellte herangezogen. Im Vorjahr diente noch die „AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen
           für die Pensionsversicherung“ als Grundlage der diesbezüglichen Bewertungen. Aus dieser Ände-
           rung der Rechnungsgrundlage ergibt sich ein Anstieg des Sozialkapitals im KELAG-Konzern von
           rd. 12 Mio. EUR, dabei beläuft sich jener Anteil, der davon über die Konzern-Gewinn- und Verlust-
           rechnung  gebucht  wird,  auf  rd.  0,8  Mio.  EUR.  Der  Großteil  des  Effektes  der  neuen  Rechnungs-
           grundlagen wird also über das sonstige Ergebnis direkt im Eigenkapital erfasst. Über die Ausschei-
           deursachen Tod und Invalidisierung bzw. Ausscheiden aus dem Aktivitätsstand mit Erreichen des
           kalkulatorischen Pensionsantrittsalters hinaus wurden aufgrund von Erfahrungswerten aus der Ver-
           gangenheit vom versicherungsmathematischen Gutachter keine weiteren Ausscheideursachen wie
           Fluktuation oder Ähnliches berücksichtigt.


           Die Höhe der Pension errechnet sich in Abhängigkeit von der bis zum Leistungsfall verbrachten
           Dienstzeit im jeweiligen Unternehmen des Konzerns. Als rechnungsmäßiges Pensionsantrittsalter
           wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (ggf. vorzeitige) Alterspension gemäß den einschlä-
           gigen gesetzlichen Bestimmungen unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde
           gelegt.







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