Page 79 - KELAG Geschäftsbericht 2019
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internes Regelwerk ergänzt. Neben dem standardisierten
           Prozess bei Unfällen, kommen je nach Tätigkeit unterschied-
           liche Dienstanweisungen (z. B. das Tragen von persönlicher
           Schutzausrüstung) und diverse weitere Leitfäden zur An-
           wendung. Die KNG-Kärnten Netz GmbH steht aufgrund der
           Arbeit an Hochsicherheitsnetzen im besonderen Fokus und
           wurde im Geschäftsjahr 2019 bei einem Audit im Bereich
           „Elektrische Netze“ erneut erfolgreich überprüft.

           Die Organisationsstruktur rund um den  Themenkomplex
           Sicherheit ist klar definiert. Im KELAG-Konzern sind neben
           dem Zentralen Arbeitsschutzausschuss (ZASA) und den örtli-
           chen Arbeitsschutzausschüssen (ASA) auch Präventivdienste
           bestellt. Das Projekt „Zeit für Sicherheit“ wurde gestartet, um
           einerseits den Sicherheitsprozess zu bewerten und zu evalu-
           ieren und andererseits strategische Maßnahmen abzuleiten.
           Das Projektteam, bestehend aus einem Vorstandsmitglied,
           Geschäftsführern sowie ausgewählten Führungskräften,
           trifft und berät sich hierzu vierteljährlich.


           Laufende Schulungen, jährliche sicherheitstechnische Un-
           terweisungen, Brandschutzübungen und gezielte Bewusst-
           seinsbildung bilden die wesentlichen Grundpfeiler einer
           sicheren Arbeitsumgebung. Zur  Prävention von Arbeits-
           unfällen werden diese von der Sicherheitsfachkraft zent-
           ral erfasst und analysiert. Das Ergebnis bildet eine Risiko-/
           Ereignisanalyse und daraus abgeleitete Maßnahmen zur
           Gefahrenvermeidung. Gemäß Leitfaden werden neben Un-
           fällen auch „Beinahe-Unfälle“ erfasst, um potenzielle Unfälle
           vermeiden zu können.

           Die Sicherheitsfachkraft der KELAG erstellt jährlich einen
           Arbeitsunfallbericht, der sämtliche Mitarbeiter sowie Leih-
           arbeitskräfte berücksichtigt. Die aktuelle Entwicklung der
           Kennzahl „Lost Time Injury Frequency“ (LTIF) liegt im Jahr
           2018 im  Bereich der  Zielvorgabe,  diese  alle  fünf Jahre  zu
           halbieren. Positiv hervorzuheben ist auch ein Rückgang
           von schweren Arbeitsunfällen. Durch das Follow-up des
           Projektes „Zeit für Sicherheit“ wird davon ausgegangen,  im
           Geschäftsjahr 2019 eine weitere Senkung der Unfallzahlen
           erreicht zu haben.

              GRI 403-1, 403-2









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