Page 61 - KELAG Geschäftsbericht 2019
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Gemäß § 78 Abs. 1 und 2 EIWOG 2010 und Stromkennzeich-   Der wesentliche Energiebedarf innerhalb der Organisation
           nungsverordnung 2014 für den Zeitraum 1. Januar bis   resultiert aktuell aus den Energieerfordernissen des laufen-
           31.  Dezember  2018  weist  die  KELAG  die  Herkunftsnach-   den Betriebes der  Verwaltung, der Produktion von Strom
           weise aus. Die Herkunftsnachweise stammen zu 52,44 %   und Wärme sowie dem Betreiben von Netzanlagen. Im Be-
           aus Österreich, zu 28,58 % aus Norwegen, zu 11,02 % aus   richtsjahr weist der KELAG-Konzern einen Energiebedarf in
           Italien, zu 4,90 % aus Frankreich, zu 2,60 % aus Schweden   Höhe von rd. 2.644 GWh auf, wovon rd. 90 % aus erneuer-
           und zu 0,47 % aus Deutschland. Bei der Erzeugung des Ver-  baren Energiequellen stammen. Wesentliche Treiber für die
           sorgermixes der KELAG fallen keine CO -Emissionen und   Entwicklung des Energiebedarfs sind die Inputfaktoren der
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           radioaktiven Abfälle an. Bei der Produkt- und Dienstleis-  Strom- und  Wärmeproduktion. Der Energiebedarf in den
           tungskennzeichnung agiert die KELAG im Berichtszeitraum   Verwaltungsgebäuden sowie für Netzverluste hat eine un-
           im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen.  tergeordnete Bedeutung.

              GRI 417-1, 417-3                              GRI 302-1



                Klima-/Umweltschutz                      Energieeffizienz


           Energiebedarf in der Organisation             Energieeffizienzmaßnahmen bilden einen wesentlichen
                                                         Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie. Bereits seit 2002 unter-
           Der KELAG-Konzern hat sich das Ziel gesetzt, den Energie-  stützt die KELAG die Optimierung des Energiebedarfs von
           bedarf innerhalb  der Organisation in einem ersten Schritt   Kundenanlagen und beschäftigt sich auch mit der Optimie-
           vollumfänglich zu erfassen und in weiterer Folge Maßnah-  rung der eigenen Betriebs- und Erzeugungsanlagen. Seit
           men abzuleiten, um den Energiebedarf in den direkt beein-  dem Inkrafttreten des Energieeffizienzgesetzes (EEffG) im
           flussbaren Bereichen (z. B. im Verwaltungsbereich) sukzes-  Jahr 2015 müssen alle Energielieferanten pro Jahr 0,6 % ihrer
           sive reduzieren zu können. Dies soll als zusätzlicher Beitrag   gelieferten Energiemenge an Endkunden als Energieeffizi-
           des Unternehmens zum Klimaschutz und zur Schonung von   enzverbesserungen nachweisen. Zudem wird alle vier Jahre
           Ressourcen dienen.                            ein Energieaudit durchgeführt, um potenzielle Energieeffizi-
                                                         enzmaßnahmen zu lokalisieren, zu bewerten und umgesetz-
           Energiebedarf innerhalb der Organisation (in GWh)  te Maßnahmen zu berichten. Im letzten Energieaudit, wel-
                                                         ches die Jahre 2015 bis 2018 umfasst, konnten rd. 280 GWh
           2019  2.104            612                    an Energieeffizienzmaßnahmen bei Kunden umgesetzt
                                           2.716
                                                         werden. Damit ist es der KELAG gelungen, Energieeffizienz-
           2018  2.178            623
                                            2.801        potenziale deutlich über die gesetzlich verpflichtenden
                                                         Maßnahmen hinaus zu erreichen.
                 davon erneuerbar  davon nicht erneuerbar






















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