Page 180 - KELAG Geschäftsbericht 2019
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Konzernabschluss












                                      durch Forwards mit physischer Erfüllung bzw. im Eigenhandel auch durch Futures, die in Cash aus-
                                      geglichen werden. Für einige der in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Derivate wird Hedge
                                      Accounting angewandt, für andere ergibt sich zu großen Teilen eine „natürliche Absicherung“ in der
                                      Gewinn- und Verlustrechnung. Jene Verträge, die gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder
                                      Nutzungsbedarf dienen, werden als Own-Use-Geschäfte beurteilt.


                                      Mittels Sensitivitätsanalysen werden die Auswirkungen von potenziellen Preisschwankungen am
                                      Strom- bzw. Gasmarkt auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital gemessen.



                                                                     Energiepreis +10 %          Energiepreis -10 %
                                                             Ergebnis                    Ergebnis
                                      in Mio. EUR                        Eigenkapital                Eigenkapital
                                                          nach Steuern                nach Steuern
                                      Strom                     -2,5          -7,9           2,5           7,9
                                      Gas                       -0,1           2,2           0,1           -2,2

                                      Für den Ergebniseffekt nach Steuern wurde ein einheitlicher Konzernsteuersatz von 25 % angenom-
                                      men. In der Sensitivität des Eigenkapitals wirkt neben der Sensitivität des Periodenergebnisses auch
                                      die Sensitivität aus den Cashflow Hedges im sonstigen Ergebnis.

                                      Finanzrisiko


                                      Der KELAG-Konzern agiert als international tätiger Energieversorger in einem zunehmend kom-
                                      plexer werdenden Umfeld. Die risikoaverse, auf Kontinuität ausgerichtete und dennoch den
                                      vielfältigen Herausforderungen des  Wirtschaftsalltages angepasste Finanzierungsstrategie des
                                      KELAG-Konzerns hat sich im aktuell vorherrschenden instabilen Umfeld gut bewährt. Im Bereich
                                      Finanzmanagement dienen Richtlinien als Grundlage für die Geschäftsausübung, in der strikte Risi-
                                      komaßnahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen verbindlich vorgeschrieben werden.


                                      Das Rating der KELAG wurde für 2019 von Standard & Poor’s mit „A/stable“ bestätigt, womit das
                                      Unternehmen sowohl im nationalen als auch internationalen Vergleich eine Spitzenposition ein-
                                      nimmt. Das Bekenntnis zu einer nachhaltig stabilen und robusten Kapitalstruktur, die Einhaltung
                                      der wesentlichen ratingrelevanten Kennzahlen sowie eine regelmäßige intensive Kommunikation
                                      und Diskussion der strategischen Zielsetzungen des Konzerns mit der Ratingagentur sind Grundvo-
                                      raussetzungen, um diese Position zu halten.

                                      Die Risikominimierung der Zins- und Währungsrisiken erfolgt durch ein Internes Kontrollsystem für
                                      sämtliche in Verwendung stehende Finanzprodukte. Das Kontrahentenrisiko wird durch schriftliche
                                      Vorgaben verringert. Geschäfte mit Kontrahenten werden nur in der für die jeweilige Bonitätsklasse
                                      genehmigten Höhe abgeschlossen, wobei sich der KELAG-Konzern im Wesentlichen Kontrahenten
                                      mit „investment grade“-Rating, also geringem Ausfallsrisiko, gegenübersieht.

                                      Per 31. Dezember 2019 sind für das Geschäftsjahr 2019 keine weiteren finanzwirtschaftlichen Risiken
                                      erkennbar, die den Geschäftsverlauf des KELAG-Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten.








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