Page 127 - KELAG Geschäftsbericht 2019
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notierungen für Energieforwards bzw. geschlossener Verträge bestimmt. In weiterer Folge erfolgt
           dann (durch lineare Interpolation) bis 2026 ein Heranführen des Preisniveaus an die Strompreis-
           prognosen. Für den Planungszeitraum 2026 bis 2040 wird das Preisgerüst durch ein energiewirt-
           schaftliches Strompreisprognosemodell zur Erstellung mittel- und langfristiger Strompreisszena-
           rien für Energiemärkte determiniert. Für die Extrapolation der Strompreisprognosen (ab 2041)
           wird von einer nachhaltigen Preissteigerungsrate in Höhe von 2,0 % ausgegangen. In jenen Fäl-
           len, in denen garantierte Einspeisetarife durch die jeweiligen öffentlichen Stellen gegeben sind,
           wurden diese für den relevanten Zeitraum angesetzt. Für erzielbare Beträge aus Wärmeprojekten
           dienen die Planpreisentwicklungen der Energieeinsatzmedien als Preisgerüst zur Ermittlung des
           erzielbaren Betrages. Diese werden vertragsgemäß über entsprechende Indexierungen auch zur
           Anpassung der Wärmeverkaufspreise angewandt.


           Das Preisgerüst für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten
           auf Basis des kapitalwertorientierten Ansatzes wird analog zur oben angeführten Vorgehenswei-
           se ermittelt, wobei ein Abschlag für Veräußerungskosten angesetzt wird.

           Der Abzinsungssatz stellt eine durchschnittlich gewichtete Verzinsung von Eigen- und Fremd-  Ermittlung der
           kapital dar. Dieser errechnet sich aus dem risikolosen Zins zuzüglich eines Risikozuschlages für   gewichteten
                                                                                          Kapitalkosten
           Fremdkapital sowie einer Marktrisikoprämie.

           Der risikolose Basiszinssatz wird auf Grundlage von laufzeitäquivalenten Zinssätzen deutscher
           Bundesanleihen nach der sogenannten Svensson-Methode ermittelt. Dabei wurden für die Ge-
           schäftsbereiche Österreich Wärme, Windkraft und Wasserkraft ein laufzeitäquivalenter Zinssatz
           von 0,04 % und 0,34 % (im Vorjahr 0,95 %) für eine Laufzeit von 15 und 30 Jahren und in den üb-
           rigen Geschäftsbereichen von –0,19 % bis 0,34 % (im Vorjahr 0,57 %) für Laufzeiten von 10 bis 30
           Jahren herangezogen. Die Festlegung des laufzeitäquivalenten Zinssatzes erfolgte grundsätzlich
           in Ableitung von der Restnutzungsdauer einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit.


           Die Marktrisikoprämie wurde einheitlich mit 8,25 % (im Vorjahr 7,50 %) festgelegt.

           Zur Berücksichtigung von höheren politischen und makroökonomischen Risiken ausländischer
           Geschäftsbereiche wurden in den Eigenkapitalkosten und in den Fremdkapitalkosten gesonderte
           Länderrisikoprämien berücksichtigt. Die Länderrisikoprämien wurden vorzugsweise direkt aus in
           Euro denominierten Staatsanleihen des betreffenden Landes bzw. mangels Verfügbarkeit indi-
           rekt auf Basis von Staatsanleihen vergleichbaren Ratings zum 31. Dezember 2019 ermittelt. Diese
           Methodik ist an die Ermittlung der von Damodaran publizierten Länderrisikoprämien angelehnt.

           Die Betafaktoren wurden auf Basis einer Peer-Group, bestehend aus europäischen Vergleichsun-
           ternehmen in der Stromerzeugung, und einer mit der KELAG vergleichbaren operativen Risiko-
           struktur ermittelt. Für die kapitalmarktbezogene Berechnung der Peer-Groups wurden ein fünfjäh-
           riger Berechnungszeitraum, monatliche Renditeintervalle und lokale Referenzindizes verwendet.












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