Page 125 - KELAG Geschäftsbericht 2019
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Ermessensbeurteilung und
           zukunftsbezogene Annahmen


           Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert Ermessensbeur-
           teilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Des Weiteren sind
           Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung zu treffen, welche den
           Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflich-
           tungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Ge-
           schäftsjahres wesentlich beeinflussen können.


           Nachfolgend werden die wesentlichen Ermessensausübungen und zukunftsbezogenen Annah-
           men, die dem vorliegenden IFRS-Konzernabschluss zugrunde liegen, beschrieben.


           Ermessensbeurteilungen

           Bei einem Anteilsbesitz von unter 20 % wird vermutet, dass das Unternehmen über keinen maßgeb-  Maßgeblicher
           lichen Einfluss verfügt, es sei denn, dieser Einfluss kann eindeutig nachgewiesen werden.   Einfluss:
                                                                                          VERBUND Hydro
                                                                                          Power GmbH
           KELAG hält 10,02 % an der VERBUND Hydro Power GmbH. Für die KELAG steht jedoch fest, dass
           die Gewährung eines vertraglich zugesicherten Verwässerungs- und Squeeze-out-Schutzes sowie
           die gemeinsame Realisierung von bedeutenden Kapazitätserhöhungen im Kraftwerksbereich samt
           Bereitstellung bedeutender technischer Informationen neben der Entsendung eines Aufsichtsrats-
           mitgliedes und der damit verbundenen Teilnahme an Entscheidungsprozessen den maßgeblichen
           Einfluss gemäß IAS 28.6 begründen.


           Fremdkapitalkosten werden im Konzern bei Vorliegen eines qualifizierten Vermögenswertes ak-  Fremdkapital-
           tiviert. Gemäß den darauf abzielenden Bilanzierungsregeln entsteht aus einem Projekt nur dann   kosten
           ein qualifizierter Vermögenswert, wenn die Errichtungsdauer mindestens sechs Monate beträgt
           und die geplanten Herstellungskosten eine Wesentlichkeitsgrenze von 2,0 Mio. EUR überschrei-
           ten. Insoweit eine spezifische Fremdfinanzierung des qualifizierten Vermögenswertes vorliegt,
           werden die tatsächlichen Fremdkapitalkosten aktiviert. Erfolgt hingegen eine allgemeine Kon-
           zernfinanzierung,  so  werden  die  durchschnittlichen  Fremdkapitalkosten  aktiviert.  Für  im  Ge-
           schäftsjahr 2019 zu Buche stehende Investitionen beträgt der durchschnittliche Finanzierungs-
           kostensatz 2,70 % (im Vorjahr 2,70 %).


           Schätzungsunsicherheiten


           Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze von Unternehmen, welche at-Equity   Beurteilung der
           bilanziert werden, erfolgt auf Basis von Vorschaurechnungen für künftige Zahlungsströme sowie   Werthaltigkeit
                                                                                          at-Equity
           unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungs-  bilanzierter
           satzes (siehe RZ 12).                                                          Beteiligungen

           Vor allem bei folgenden Hinweisen kommt es zu einer Überprüfung der Werthaltigkeit von Beteili-
           gungsansätzen von Unternehmen, welche at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden:









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