Page 118 - KELAG Geschäftsbericht 2019
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Konzernabschluss















                                      Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die Pensionskasse vorwiegend in
                                      verschiedenen Investmentfonds unter Beachtung der Bestimmungen des Pensionskassengesetzes.


                                      Beitragsorientierte Pensionsverpflichtung


                                      Die KELAG bietet ihren Mitarbeitern, welche ab dem 1. Januar 1992 in das Unternehmen eingetre-
                                      ten sind und sich in einem aufrechten, unbefristeten Dienstverhältnis befinden, eine Ergänzung
                                      zur gesetzlichen Pensionsvorsorge (ASVG-Pension) mit der Pensionskasse und somit die Mög-
                                      lichkeit – in Eigenverantwortung und unterstützt vom Unternehmen –, ein zusätzliches privates
                                      Standbein für die Altersversorgung aufzubauen. Die Pensionskasse bietet ein beitragsorientiertes
                                      Pensionssystem, bei dem sich die Höhe der künftigen Pensionen aus der Verrentung der Arbeit-
                                      geber- und Arbeitnehmeranteile bis zum Pensionsantritt errechnet.

                                      Ab Einbeziehung in das Pensionskassenmodell zahlt die KELAG monatlich bis zur Beendigung des
                                      Arbeitsverhältnisses oder Inanspruchnahme einer Leistung aus der Pensionskasse im Voraus 3 %
                                      der Bezugsbestandteile bis zur ASVG-Höchstbemessungsgrundlage (HBG) und 15 % der Bezugs-
                                      bestandteile über der HBG. Als Bezug gilt der jeweils laufende Monatsbezug inkl. Treueprämie, evtl.
                                      Mehrbezug, Funktionszulage exkl. aller sonstigen Zulagen, Zuschläge, Überstunden- und Erreich-
                                      barkeitsvergütungen etc. Arbeitnehmerbeiträge können auf freiwilliger Basis in Höhe des Arbeit-
                                      geberbeitrages oder in Höhe von 2 % für Bezugsbestandteile unterhalb der HBG und 10 % über der
                                      HBG oder 1 % für Bezugsbestandteile unterhalb der HBG und 5 % über der HBG geleistet werden.



                                      Verpflichtung für gesetzliche Abfertigungen

                                      Mitarbeiter, deren (österreichisches) Dienstverhältnis bis zum 31. Dezember 2002 begann, erhal-
                                      ten auf Basis arbeitsrechtlicher Verpflichtungen bei Kündigung durch den Arbeitgeber bzw. zum
                                      Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Die Anspruchshöhe richtet sich nach der
                                      Anzahl der Dienstjahre und des bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezuges. Die Berechnung
                                      dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode mit einem
                                      Ansparzeitraum von 25 Jahren. Daraus entfallende versicherungstechnische Gewinne und Verlus-
                                      te werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

                                      Für sämtliche nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden (österreichischen) Arbeitsverhältnisse
                                      besteht kein Direktanspruch des Arbeitnehmers auf gesetzliche Abfertigung. Für die von dieser
                                      Regelung betroffenen Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber monatlich 1,53 % des Entgeltes in eine
                                      Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt wer-
                                      den. Durch dieses Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der
                                      Beiträge verpflichtet und es wird daher als beitragsorientierter Plan gemäß IAS 19 bilanziert.













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