Page 114 - KELAG Geschäftsbericht 2019
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Konzernabschluss















                                      Ein Wertminderungsbedarf wird grundsätzlich auf Ebene der sogenannten zahlungsmittelgene-
                                      rierenden Einheiten (CGU) beurteilt. Für die Bildung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
                                      wird im KELAG-Konzern auf die weitgehende Unabhängigkeit der Zahlungsmittelzuflüsse der
                                      entsprechenden Vermögenswerte abgestellt.

                                      Ein Wertminderungsbedarf ergibt sich, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermö-
                                      genswertes bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt. Der erzielbare Betrag ist
                                      der höhere Wert aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskos-
                                      ten. Beizulegende Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten werden je nach Verfügbarkeit von
                                      am Markt beobachtbaren Inputfaktoren in der Regel marktpreisorientiert bzw. kapitalwertorien-
                                      tiert ermittelt. Im Rahmen der marktpreisorientierten Ermittlung wird beispielsweise auf vorlie-
                                      gende bindende Kaufangebote, die Preisbildung auf aktiven Märkten oder vergleichbare zeitna-
                                      he Transaktionen innerhalb der Branche abgestellt. Bei einer kapitalwertorientierten Ermittlung
                                      kommen Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF-Verfahren) zur Anwendung. Entfallen in Folgepe-
                                      rioden die Gründe für die Wertminderung, wird – außer bei Geschäfts- oder Firmenwerten – eine
                                      Wertaufholung erfasst.


                                      Der Kapitalisierungszinssatz ist ein Nach-Steuer-Zinssatz, der die gegenwärtige Markteinschät-
                                      zung und die spezifischen Risiken des Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden
                                      Einheit widerspiegelt. Die Ermittlung des entsprechenden Vor-Steuer-Zinssatzes erfolgt iterativ.

             at-Equity bilanzierte    Die Beteiligungsbuchwerte der at-Equity bilanzierten Beteiligungen werden gemäß IAS 28 ent-
             Beteiligungen inkl.      sprechend der Beteiligungsquote spiegelbildlich zu den Reinvermögensänderungen beim Betei-
             Werthaltigkeit
                                      ligungsunternehmen fortgeführt. Zum jeweiligen Abschlussstichtag werden bei Vorliegen von
                                      Indikatoren die at-Equity bilanzierten Beteiligungen auf Anhaltspunkte für Wertminderungen
                                      überprüft und gegebenenfalls Impairment-Tests in Übereinstimmung mit IAS 36 durchgeführt.
                                      Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes einer Beteiligung wird die Fair-Value-Hierarchie in
                                      IFRS 13 eingehalten, wobei je nach Verfügbarkeit von am Markt beobachtbaren Inputfaktoren in
                                      der Regel marktpreis- bzw. kapitalwertorientierte Verfahren Anwendung finden. Dabei werden
                                      der Bewertung die besten verfügbaren Informationen zugrunde gelegt, die ein hypothetischer
                                      Erwerber bei einer Transaktion zu Marktbedingungen heranziehen würde. Zur Ermittlung des
                                      Nutzungswertes wird auf den anteiligen Barwert der geschätzten, zukünftig vom Beteiligungs-
                                      unternehmen erzielbaren Cashflows abgestellt.


             Sonstige Wertpapiere     Die in der Bilanz ausgewiesenen Wertpapiere und Wertrechte umfassen im Wesentlichen Ös-
             und Wertrechte           terreichische Staatsanleihen, die in Erfüllung von § 14 Einkommensteuergesetz (EStG) dem De-
                                      ckungserfordernis für Pensionsrückstellungen dienen. Diese werden zu fortgeführten Anschaf-
                                      fungskosten bewertet, da sich die Zahlungen ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen
                                      zusammensetzen und sie zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten wer-
                                      den. Diese Wertpapiere werden im KELAG-Konzern unter Bezugnahme auf IFRS 9 mittels Effek-
                                      tivzinsmethode im Konzernabschluss bewertet. Käufe und Verkäufe werden mit dem Wert zum












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