Page 113 - KELAG Geschäftsbericht 2019
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Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beinhalten u. a. die Kosten für den Ersatz eines Teils
           einer Sachanlage sowie die Fremdkapitalkosten für langfristige Bauprojekte (für weitere Ausfüh-
           rungen siehe Ermessensbeurteilungen), sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind.


           Wenn wesentliche Teile von Sachanlagen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müs-
           sen, schreibt der Konzern solche Teile gesondert entsprechend ihrer spezifischen Nutzungsdauer
           ab (Komponentenansatz). Gleiches gilt bei geplanten Großinspektionen (im Wesentlichen Turbi-
           nenrevisionen), wobei die in diesem Zusammenhang entstehenden Kosten im Buchwert der je-
           weils betroffenen Sachanlagen als Ersatz aktiviert werden, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind.
           Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst.

           Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nut-
           zung oder Veräußerung des angesetzten Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr
           erwartet wird.

           Die planmäßigen Abschreibungen der abnutzbaren Sachanlagen orientieren sich an den erwarteten
           Nutzungsdauern ihrer Komponenten. Im Einzelnen werden folgende Nutzungsdauern verwendet:

                                                                               Jahre
           SACHANLAGEN
           Betriebs- und Geschäftsgebäude                                     33–50
           Technische Anlagen und Maschinen                                   10–60
           Sonstige Sachanlagen                                                2–10


           Der sich aus dem Verkauf oder der Stilllegung einer Sachanlage ergebende Gewinn oder Verlust
           bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermö-
           genswertes und wird erfolgswirksam erfasst.

           Im Geschäftsjahr 2019 ersetzte IFRS 16 frühere Regelungen zur Leasingbilanzierung. Dadurch än-  Leasing-
           dert sich v. a. die Leasingnehmer-Bilanzierung, da leasingnehmerseitige Leasingvereinbarungen   verhältnisse
           zu einer Aktivierung eines Nutzungsrechts bzw. Passivierung einer Leasingverbindlichkeit führen.
           Unter den früher geltenden Regelungen zur Leasingbilanzierung – also unter IAS 17 in Verbin-
           dung mit IFRIC 4 – war eine ähnliche Vorgehensweise nur für Leasingverhältnisse vorgesehen,
           die als Finanzierungsleases eingestuft wurden. Weitere Details zur Erstanwendung von IFRS 16 im
           KELAG-Konzern finden sich im Abschnitt zu den neu anzuwendenden IFRS/IFRIC.

           Bei  Vorliegen eines Anhaltspunktes einer  Wertminderung von nichtfinanziellen  Vermögens-   Werthaltigkeit von
           werten, welche in den Anwendungsbereich von IAS 36 fallen, wird die Werthaltigkeit der Buchwerte   nichtfinanziellen
           geprüft (Impairment-Test). Ein jährlicher Impairment-Test ist für Geschäfts- oder Firmenwerte, im-  Vermögenswerten
           materielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und noch nicht nutzungsbereite,
           immaterielle Vermögenswerte durchzuführen, unabhängig davon, ob ein Anhaltspunkt vorliegt.
           Der KELAG-Konzern führte seine jährliche Prüfung auf Wertminderungen im vierten Quartal durch.









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