Page 59 - Geschäftsbericht 2017
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 Direkte und indirekte Treibhausgas-  Durch die Verbrennung von Restmüll werden im Vergleich   An insgesamt 14 Laufkraftwerken hat die KELAG in den   gegenüber der früher üblichen Deponierung zwei weitere
 Emissionen
 zur  Deponie  seitens  der  Kärntner  Restmüllverwertungs   vergangenen beiden Jahren Fischaufstiegshilfen errichtet   Vorteile: Die klimawirksamen Emissionen sind dabei deut-
 Im  Berichtsjahr  betrugen  die  rechnerisch  ermittelten  ge-  GmbH jährlich rd. 163.000 Tonnen CO2 eingespart. Damit   oder  modernisiert,  wofür  rund  4,2 Mio.  EUR  investiert   lich  niedriger,  außerdem  wird  weniger  Deponievolumen
 samten  direkten  und  indirekten  Emissionen  rd.  443.000   liegt die aktuelle, rechnerisch ermittelte CO2-Vermeidung   wurden. In diesem Kontext zeigte sich das Unternehmen   gebraucht.  Durch  die  Verbrennung  von  94.000  Tonnen
 Tonnen  CO2.  Die  direkten  Emissionen  ergeben  sich  vor-  des KELAG-Konzerns bei fast 1,8 Mio. Tonnen jährlich.   besonders  bemüht,  trotz  der  notwendigen  Bauarbeiten   Hausmüll  pro  Jahr  können  rd.  163.000  Tonnen  Kohlen-
 wiegend aus den Brennstoffen für Heizwerke.   das Landschaftsbild und die Biodiversität der bestehenden   dioxid-Äquivalent  vermieden  werden.  Die  verbleibende
  GRI 103-1, 103-2, 305-5
           Lebensräume  weitestgehend  zu  erhalten  bzw.  über  um-  Schlacke  ist  ungefährlich  und  kann  deponiert  werden.
           fangreiche  Rekultivierungsmaßnahmen  wiederherzustel-  Gegenüber  der  Mülldeponierung  ohne  thermische  Be-
           len.  Die  Fischaufstiegshilfen  haben  die  Nebenwirkung,   handlung  wird  nur  noch  rund  ein  Achtel  des  Volumens
           dass  weniger  Wasser  für  die  Stromerzeugung  genutzt   benötigt. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2004 wurden in
           werden  kann.  Die  Erfüllung  der  Wasserrahmenrichtlinie   der Anlage in Arnoldstein bereits über eine Million Tonnen
           bei den Laufkraftwerken bedeutet für die KELAG somit   Restmüll verwertet.
           eine Mindererzeugung von rd. 4 GWh pro Jahr.    GRI 103-1, 103-2, 305-5, 306-2
             GRI 103-1, 103-2, 304-3

           Abfallmanagement
  GRI 305-5
           Die  regelmäßig  anfallenden  gefährlichen  und  nicht  ge-
           fährlichen  Abfälle  vergibt  das Unternehmen mittels  Kon-
 CO2-Emissionszertifkate  werden  aufgrund  der  teilweisen
  GRI 305-1, 305-2   Wärmeerzeugung  auf  Basis  fossiler  Energieträger  aus-  trakten  an  Entsorgungsunternehmen,  die  diese  gemäß
 schließlich  der  KELAG  Wärme  GmbH  zugeteilt  und  bei   österreichischem  Recht  sammeln  und  je  nach  Stoff  ver-
 Einsparung der CO2-Emissionen   werten oder gesichert deponieren. Das Abfallaufkommen
 optimiertem Betrieb der Anlagen für die Folgejahre einge-
 Der Konzern erzeugt im Regeljahr mit seinen bestehenden   spart.   des  Konzerns  setzt  sich  vorwiegend  aus  Betriebsabfall,
 Kraftwerken auf Basis erneuerbarer Energie rd. 3.361 GWh   GRI Zusatzindikator EVU   Asche,  Alteisen  sowie  Bauschutt  zusammen  und  beläuft
 Strom. Bei einer Stromerzeugung nach dem für 2015 gel-  sich im Jahr 2017 auf insgesamt rd. 6.700 Tonnen, davon
 tenden  ENTSO-E-Mix  würden  hierfür  343,84 g  Kohlendi-  Biodiversität   sind rd. 1.100 Tonnen als gefährlich einzustufen.
 oxid  pro  erzeugter  Kilowattstunde  anfallen.  Das  Unter-  Die Infrastrukturprojekte des Konzerns sind generell durch   Abfall (in Tonnen)
 nehmen trägt mit seinen Kraftwerksanlagen, Bezugsrech-  hohe  Komplexität  der  Themen,  welche  die  Biodiversität
 ten  und  Beteiligungen  dazu  bei,  jedes  Jahr  rd.  1,16 Mio.   betreffen,  gekennzeichnet.  Hier  geht  es  sowohl  um  alle   2017 6.700  davon rd. 1.100
 Tonnen CO2 zu vermeiden.              Tonnen gefährlich
 Maßnahmen, die das Leitungsnetz betreffen als auch um   2016 6.000   davon rd. 400
 verschiedene Projekte im Bereich von Erzeugungsanlagen.   Tonnen gefährlich
 Im  Bereich  Wärmeerzeugung  werden  durch  den  Einsatz   In  allen  Bereichen  stellt  das  zeitgerechte  Einbinden  der   2015 8.600   davon rd. 600
 von regenerativen Energien und durch Abwärmenutzung   zuständigen  Genehmigungsbehörden  bereits  in  der  Pla-  Tonnen gefährlich
 aus industriellen Prozessen im Vergleich zu Einzelheizsys-  nungs-  und  Projektierungsphase  sicher,  dass  alle  vom
 temen mit fossilen Festbrennstoffen und Heizölen deutli-  Projekt  ausgehenden  umweltrelevanten  Auswirkungen   GRI 306-2
 che  Einsparungen  an  CO2-Emissionen  erzielt.  Durch  die   berücksichtigt  werden.  Geeignete  Maßnahmen  zur  Ver-
 ökologisch verträgliche Wärmeerzeugung werden jährlich   meidung,  Beseitigung  oder  Eindämmung  von  Umwelt-  Der  Restmüll  aus  den  Kärntner  Haushalten  wird  in  der
 über  437.000  Tonnen  CO2  vermieden.  Zusätzlich  werden   auswirkungen  werden  in  Kooperation  mit  den  zuständi-  Kärntner  Restmüllverwertungs  GmbH  in  Arnoldstein  bei
 Kunden  auch  bei  der  Förderungseinreichung  unterstützt   gen Behörden ermittelt und von Beginn an begleitet. Die   1.100  Grad  Celsius  thermisch  behandelt.  Aus  dem  Haus-
 und beraten.   müll können auf diese Weise Wärme und Strom gewonnen
 KELAG ist sehr darauf bedacht, umweltverändernde Maß-  werden,  die  festen  Rückstände  –  Schlacke  und  Staub  –
 nahmen so gering wie möglich zu halten.   werden  deponiert.  Die  Verbrennung  des  Restmülls  hat




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