Page 186 - Geschäftsbericht 2017
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                    Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils
                    hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.


                    Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

                    1.  Erlösabgrenzung für nicht stichtagsbezogene Kundenabrechnungen
                    2.  Bewertung   von   derivativen   Finanzinstrumenten   und   der   damit   zusammenhängende   Strom-
                       und Erdgashandel sowie Umsatzdarstellung der Erlöse aus derivativen Finanzinstrumenten


                    1.  Erlösabgrenzung für nicht stichtagsbezogene Kundenabrechnungen

                    Beschreibung

                    Eine  wesentliche  Position,  die  durch  industrie-inhärente  Spezifika  bei  Energieversorgungsunternehmen  für  die  Ab-
                    schlussprüfung des KELAG-Konzerns entscheidend ist, ist jene der Umsatzerlöse.

                    Die  Umsatzerlöse  des  KELAG-Konzerns resultieren  unter  anderem  aus  den Verkäufen  von  Strom,  Gas  und Wärme  an
                    Industrie-,  Haushalts- sowie  Gewerbekunden  und  andere  Energieversorgungsunternehmen.  Der  Erfassung  der  Erlöse
                    aus dem Haushalts- und Gewerbekundensegment, welches in der Regel einmal jährlich abgerechnet wird, liegt eine
                    bilanzielle Abgrenzung auf Basis von tatsächlichen Verbrauchswerten und bereits gelieferten, aber nicht abgelesenen
                    Erlösen zugrunde.

                    Die entsprechenden Angaben über die Umsatzerlöse des KELAG-Konzerns sind im Anhang unter der Rz. 1 (Umsatzerlö-
                    se) und bei der „Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden" unter dem Punkt „Ertragsrealisierung"
                    im Konzernabschluss enthalten. Die industrietypische Komplexität liegt in der korrekten Abgrenzung der Umsatzerlöse
                    sowie der dabei zu verarbeitenden Datenmengen und zu beachtenden Einflüsse von sich ändernden Verbrauchswerten
                    (historische Erfahrungswerte, Lastprofil pro Kunde, Produktportfolio etc.).

                    Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Prüfung adressiert haben:


                    Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:

                    Zur  Durchführung  einer  Detailanalyse  wurde  ein  Download  des  gesamten  Kundendatenbestandes  aus  dem  SAP-
                    Abrechnungsmodul  IS-U  vorgenommen.  In  mehreren  Feedbackschleifen  unter  Einbezug  von  Fragebögen  und  Ab-
                    stimmgesprächen wurden auf Expertenebene die zugrundeliegenden Stammdaten, die Systemeinstellungen bezüglich
                    der prozessbezogenen Datenflüsse und die Ermittlung der zählpunktscharfen Umsätze analysiert.









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