Page 177 - Geschäftsbericht 2017
P. 177

K ON Z E RN A B S C H L US S  176   K ON Z E RN A B S C H L US S                               177





















 Net-Gearing   Im  Fokus  des  unternehmensweiten  Risikomanagements  stehen  die  für  den  KELAG-Konzern
           identifizierten Risiko-Kategorien Markt- und Wettbewerbsrisiken, Kreditrisiken, Betriebsrisiken,
           Finanzrisiken, Umfeldrisiken und sonstige Risiken. Diese werden je Geschäftsbereich sowie für
           die wesentlichen Beteiligungen erfasst und gesteuert.
 in Mio. EUR   2017   2016
 Langfristige Finanzverbindlichkeiten   424,0   436,6
           In  allen  Geschäftsbereichen  und  bei  allen  Beteiligungen  können  Risiken  bei  der  Umsetzung   Prozessrisiken
 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten   4,7   5,7
           betrieblicher  Prozesse  und  durch  menschliches  Fehlverhalten  auftreten.  Diese  werden  unter
 Pensionsrückstellungen   127,1   124,8
           anderem  durch  ein  umfassendes  Internes  Kontrollsystem,  durch  entsprechende  Qualifikation
 Rückstellungen für Abfertigungen   73,9   77,9
           der Mitarbeiter und durch die Unterstützung von entsprechender Hard- und Software mit Back-
 Jubiläumsgeldrückstellungen   13,8   15,1
           up-Systemen minimiert.
 Altersteilzeitrückstellungen   34,6   34,2
 ZWISCHENSUMME   678,1   694,2   Der Ausfall von Handelspartnern oder Kunden birgt die Gefahr, dass bereits gelieferte Energie   Markt- und Kreditrisiken im
                                                                                         Energiehandel und Vertrieb
 Abzüglich liquider Mittel   -160,8   -167,5   nicht  bezahlt  wird  oder  Energie  nochmals beschafft  werden muss  (Replacement-  und  Settle-
 Abzüglich Wertpapiere   -25,2   -25,8   mentrisiko).  Darüber  hinaus  entstehen  Risiken  durch  Wertveränderungen  bei  Commodity-
 NETTOSCHULDEN   492,0   500,8   Positionen sowie bei gesetzlichen Veränderungen von Verrechnungspreisen. Risikominimierung
 Eigenkapital   855,5   817,2   erfolgt durch initiale Bonitätsprüfung und laufende Bonitätsüberwachung in Abhängigkeit vom
           Vertragsvolumen mit den Handelspartnern bzw. Kunden sowie durch Schließen und Ausgleich
 NET-GEARING   57,5 %   61,3 %
           von betroffenen Commodity-Positionen.

           Der KELAG-Konzern verfügt über Sicherheiten in Form von Bankgarantien, Patronatserklärungen   Erhaltene Sicherheiten und
 Weitere Ziele des Kapitalmanagements sind die Beibehaltung einer hohen Bonität, welche auch   sowie  Haftrücklässen,  welche  das  Ausfallsrisiko  von  finanziellen  Vermögenswerten  mindern.   sonstige Kreditverbesserungs-
 als Baustein in der Unternehmensstrategie verankert ist, eine adäquate Verzinsung des Eigenka-  Hierbei handelt es sich um Absicherungen von Forderungen aus dem Energiehandel sowie um   maßnahmen
 pitals und eine kontinuierliche Dividendenpolitik.
           Sicherheiten im Zusammenhang mit vorfinanzierten Investitionen.
 Zum  31. Dezember  2017  wurden  keine  Änderungen  der  Ziele,  Richtlinien  und  Verfahren  des   Die Nettoergebnisse gemäß IFRS 7 umfassen im Wesentlichen Wertminderungen und Wertauf-  Nettoergebnis nach
 Kapitalmanagements vorgenommen.                                                         Bewertungskategorien
           holungen, Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste sowie reali-
           sierte Abgangsergebnisse.

 Risikopolitik
 Unternehmerisches Handeln bedeutet: keine Chance ohne Risiko. Es gilt daher, den Grad der
 Risikobereitschaft  und  somit  die  jeweiligen  Risikogrenzen  zu  definieren.  Dementsprechend
 betreibt die KELAG ein Risikomanagement, das sich mit den Risiken aus eigenem Handeln sowie
 mit den Risiken aus dem Marktumfeld befasst. Die konzernweite Vorgabe von Regeln und Min-
 deststandards  stellt  ein  systematisches  und  konzerneinheitliches  Risikomanagement  sicher.
 Strategisches Ziel des KELAG-Konzerns ist es, über die reine Pflichtumsetzung zur Erfüllung der
 gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus das Risikobewusstsein auf allen Ebenen zu erhöhen,
 Risikoaspekte systematisch in unternehmerische Entscheidungen einzubeziehen, die Leistungs-
 fähigkeit der Internen Kontrollsysteme und des Berichtswesens zu verbessern und damit eine
 wertorientierte Risikokultur auf allen Ebenen des Konzerns zu etablieren.







                                                                                          Geschäftsbericht_2017
   172   173   174   175   176   177   178   179   180   181   182