Page 119 - Geschäftsbericht 2017
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 Durchschnittliche Laufzeiten (Durations)   Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrate-
           gien erforderlich (siehe RZ 16).

 in Jahren   2017   2016   Die in der Konzernbilanz nicht erfassten Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 8,1 Mio. EUR (im   Eventualverbindlichkeiten
 Pensionen   9,85   9,75   Vorjahr 8,1 Mio. EUR) werden regelmäßig in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt
 Leistungsorientierte Pensionszusagen und   17,14   17,41   (siehe weiterführende sonstige Angaben). Ist die Wahrscheinlichkeit eines Abflusses von Res-
 pensionsähnliche Verpflichtungen   sourcen mit wirtschaftlichem Nutzen weder hinreichend wahrscheinlich, sodass eine Rückstel-
 Abfertigungsansprüche   9,02   9,38   lungsbildung geboten ist, noch unwahrscheinlich, so sind die betreffenden Verpflichtungen als
 Jubiläumsgelder   8,74   8,55   Eventualverbindlichkeiten erfasst. Die Einschätzung wird von den Fachverantwortlichen unter
 Altersteilzeitansprüche   2,02   2,08   Berücksichtigung von marktbezogenen Inputs (sofern möglich) vorgenommen.


           Die Bewertung von Rückstellungen erfolgte im vorliegenden Abschluss aufgrund von Annah-  Bewertung von
                                                                                         Rückstellungen
           men und Schätzungen zum Bilanzstichtag (siehe RZ 23 und RZ 27). Die wesentlichen Einflussfak-
 Der  Aufwand  aus  leistungsorientierten  Plänen  sowie  der  Barwert  der  Pensionsverpflichtung
 werden  anhand  von  versicherungsmathematischen  Berechnungen  ermittelt.  Eine  versiche-  toren waren dabei die Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung von Energieprei-
 rungsmathematische  Bewertung  erfolgt  auf  der  Grundlage  diverser  Annahmen,  die  von  den   sen,  des  Erfolges  von  Verhandlungen  und  des  Diskontierungssatzes.  Der  Diskontierungssatz
 tatsächlichen Entwicklungen in der Zukunft abweichen können. Hierzu zählen die Bestimmung   beträgt für Rückstellungen mit einer Laufzeit von ein bis fünf Jahren 0,75 % (im Vorjahr 1,00 %),
 der  Abzinsungssätze,  künftiger Lohn-  und  Gehaltssteigerungen,  der Sterberate  und  künftiger   während sich jener für Rückstellungen mit einer Laufzeit größer fünf Jahren auf 1,50 % (im Vor-
 Gehalts-  bzw.  Pensionserhöhungen.  Aufgrund  der  Komplexität  der  Bewertung,  der  zugrunde   jahr 2,00 %) beläuft.
 liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung
 höchst  sensibel  auf  Änderungen  dieser  Annahmen.  Alle  Annahmen  werden  zu  jedem  Ab-  Die KELAG legte in vergangenen Geschäftsjahren Angebote zur Abfindung vertraglich begüns-
 schlussstichtag überprüft.   tigter Stromlieferverträge aus der Zeit vor der Liberalisierung. Durch die veränderte Marktpreis-
           situation und die sich daraus ergebende Sachlage wurde die diesbezügliche Gesamtvorsorge im
 Bewertung von   Die  Bilanzierung  der  Jubiläumsgeldrückstellung  erfolgt  nach  denselben  versicherungsmathe-  Geschäftsjahr  2017  überwiegend  aufgelöst.  Im  Vorjahr  waren  in  dieser  Angelegenheit  noch
 Jubiläumsgeld-  6,8 Mio. EUR rückgestellt.
 rückstellungen und   matischen Annahmen wie jene der Abfertigungsverpflichtungen. Diese Annahmen liegen eben-
 Rückstellungen aus   falls – mit Ausnahme des Diskontierungszinssatzes – der Bilanzierung aus Altersteilzeitverpflich-
 Altersteilzeitverpflichtungen   Die Rückstellungen für Maßnahmen infolge Behördenauflagen bei Kraftwerken stehen neben
 tungen  zugrunde.  Altersteilzeitverpflichtungen  werden  aufgrund  ihrer  kurzen  Duration  mit
 -0,03 % (im Vorjahr 0,06 %) abgezinst.   Behördenauflagen auch im Zusammenhang mit sonstigen rechtlichen Erfordernissen, wie zum
           Beispiel der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie aktuellen Schadensfällen. Zudem
 Bewertung tatsächlicher und   Unsicherheiten  bestehen  ferner  hinsichtlich  der  Auslegung  komplexer  steuerrechtlicher  Vor-  werden  bilanzielle  Vorsorgen  für  betrieblich  erforderliche  und  seitens  der  Behörde  ins  Auge
 künftiger Steuern   gefasste Stauraumräumungen unter dieser Position ausgewiesen. Sofern hierbei Verpflichtun-
 schriften, Änderungen des Steuerrechts sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunktes künf-
 tig zu versteuernder Ergebnisse. Angesichts der großen Bandbreite internationaler Geschäftsbe-  gen zum Erwerb von Gegenständen aus Gründen des Umweltschutzes passiviert wurden, wer-
 ziehungen  und  des  langfristigen  Charakters  und  der  Komplexität  bestehender  vertraglicher   den  diese  gem.  IAS  16.11  als  nachträgliche  Anschaffungskosten  im  langfristigen  Vermögen
 Vereinbarungen  ist  es  möglich,  dass  Abweichungen  zwischen  den  tatsächlichen  Ergebnissen   erfasst. Insgesamt wurden daraus in den Büchern des KELAG-Konzerns 9,4 Mio. EUR (im Vorjahr
 und  den  getroffenen  Annahmen  bzw.  künftige  Änderungen  solcher  Annahmen  in  Zukunft   10,2 Mio. EUR) erfasst.
 Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwandes erfordern.
           Es bestehen mehrere langfristige Gasspeicherverträge mit unterschiedlicher Laufzeit, die zwi-
 Künftige Steueransprüche werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem   schen 2020 und 2027 auslaufen. Aufgrund der signifikanten Änderung des Marktmodells (z. B.
 Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen ver-  Tagesbilanzierung für Kleinkunden) stehen die Speicherkapazitäten weiterhin unter wirtschaftli-
 fügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermitt-  chem Druck, da eine Strukturierung vollständig über den Markt möglich ist. Aufgrund dieser
 lung der Höhe der künftigen Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche   Tatsachen  liegen  hier  belastende  Verträge  gem.  IAS  37.10  vor.  Der  rückzustellende  Verlust in
 Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der   Höhe von 7,7 Mio. EUR (im Vorjahr 8,2 Mio. EUR) aus diesen Verträgen ergibt sich als Saldogröße




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