Page 108 - Geschäftsbericht 2017
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                                      metern gegliedert dargestellt. Die sich daraus ergebenden Bewertungslevels sind nach IFRS 7
                                      (mit Verweis auf IFRS 13) wie folgt definiert:

                                      Level  1:  Preisquotierungen  für  ähnliche  Instrumente.  Dies  bedeutet,  dass  die  Bewertung  auf
                                      Basis von unangepassten Preisen von auf aktiven Märkten gehandelten Produkten erfolgt.


                                      Level 2: Unmittelbar beobachtbare Marktinputfaktoren, soweit nicht Inputfaktoren des Level 1.
                                      Das heißt, dass die Bewertung auf Modellen basiert, welche wiederum beobachtbare Parameter
                                      (Börsenpreise)  als  Inputfaktoren  haben.  Im  Falle  des  KELAG-Konzerns  resultieren  die  beizule-
                                      genden Zeitwerte aus nicht börsennotierten Energietermingeschäften. Diese werden mit einer
                                      von den Börsenkursen abgeleiteten Forwardpreiskurve ermittelt.

                                      Level 3: Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.


                                      Derivative Finanzinstrumente, welche im Zusammenhang mit Handel und Vertrieb von Energie
                                      entstehen, werden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Die Erfassung unrealisier-
                                      ter  Bewertungsgewinne  bzw.  -verluste  erfolgt  grundsätzlich  in  der  Gewinn-  und  Verlustrech-
                                      nung,  außer  die  Voraussetzungen  für  die  Bilanzierung  von  Sicherungsbeziehungen  (Hedge
                                      Accounting) gemäß IAS 39 sind erfüllt. Derzeit wird im KELAG-Konzern von der Anwendung des
                                      Hedge Accounting im Energiebereich kein Gebrauch gemacht. Die Erträge und Aufwendungen
                                      aus der Bewertung zu Zeitwerten werden nach Handelspartnern saldiert und in der Gewinn-
                                      und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen sowie im Materialaufwand ausgewiesen.

                                      Sogenannte Eigenverbrauchsverträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nichtfi-
                                      nanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs-, oder Nutzungsbedarf des KELAG-
                                      Konzerns  abgeschlossen  werden,  werden  nicht  als  derivative  Finanzinstrumente,  sondern  als
                                      schwebende Geschäfte bilanziert (Own Use Exemption). Falls ein solcher Eigenverbrauchsver-
                                      trag „belastend“ im Sinne von IAS 37 wird, so ist dafür eine Rückstellung für Verluste aus schwe-
                                      benden Geschäften zu bilden. Enthalten die Verträge eingebettete Derivate, so werden diese
                                      und  die  Basisverträge  getrennt  bilanziert,  sofern  die  wirtschaftlichen  Merkmale  und  Risiken
                                      nicht eng mit jenen des Basisvertrags verbunden sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer
                                      Änderung  von  Vertragsbedingungen,  wenn  es  dadurch  zu  einer  signifikanten  Änderung  der
                                      Zahlungsströme kommt, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten.

                                      Sämtliche erzeugungsoptimierende Handelsgeschäfte stellen derivative Finanzinstrumente im
                                      Sinne des IAS 39 dar. Diese werden bei positivem Zeitwert in den sonstigen Vermögenswerten,
                                      bei negativem beizulegenden Zeitwert in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.


                                      Die beizulegenden Zeitwerte der im KELAG-Konzern eingesetzten Derivate (Forward-Kontrakte)
                                      können zu jedem Bilanzstichtag zuverlässig ermittelt werden. Die Bewertung von derivativen
                                      Finanzinstrumenten im Strombereich erfolgt auf Basis von Börsenkursen und einer aus Börsen-




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