Page 105 - Geschäftsbericht 2017
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 eine Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt   schuldspezifischen Risiken angepasster Vor-Steuer-Zinssatz. Die Aufzinsungsbeträge werden als
 werden. Durch dieses Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung   Zinsaufwand  ausgewiesen,  etwaige  Zinsänderungseffekte  werden  im  operativen  Ergebnis  er-
 der Beiträge verpflichtet und es wird daher als beitragsorientierter Plan gemäß IAS 19 bilanziert.   fasst.

           Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den   Verbindlichkeiten aus
                                                                                         Lieferungen und Leistungen
 Altersteilzeitverpflichtungen   fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.              und sonstige
                                                                                         Verbindlichkeiten
 Im Konzern wird Mitarbeitern im Rahmen von Altersteilzeitmodellen die Möglichkeit geboten,   Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Derivate aus dem Energiebereich. Die
 vor  dem  Eintritt  des  ASVG-Pensionsanspruches  unter  Entgeltfortzahlung  bis  zum  gesetzlich   derivativen Finanzinstrumente werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Bilanzwer-
 verankerten Pensionseintrittsalter ein gefördertes Altersteilzeitmodell in Anspruch zu nehmen.   te  von  Derivaten  mit  Aufrechnungsvereinbarung  werden  miteinander  verrechnet  und  somit
 Das Altersteilzeitmodell sieht ein Blockmodell vor, wobei die ersten 40 % des Zeitraumes vom   saldiert ausgewiesen.
 Beginn der Altersteilzeit bis zum Pensionsantritt voll zu arbeiten sind und der Begünstigte für
 die restlichen 60 % des Zeitraumes freigestellt wird. Die Höhe des Bezugs während der Alters-  Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen  gegenüber  Dritten  oder bereits  be-  Eventualverbindlichkeiten
 teilzeit wird mit 70 % des Monatsbezuges vor Antritt der Altersteilzeit vereinbart.
           stehende Verpflichtungen, die wahrscheinlich nicht zu einem Ressourcenabfluss führen oder in
           ihrer Höhe nicht verlässlich bestimmt werden können. Eventualverbindlichkeiten werden in der
 Bei  der  Bewertung  der  in  der Bilanz  ausgewiesenen  Rückstellung  kommt  die  Projected-Unit-  Bilanz  nur  dann  erfasst,  wenn  sie  im  Rahmen  eines  Unternehmenszusammenschlusses  über-
 Credit-Methode gemäß IAS 19 zur Anwendung, wobei die Neubewertung sofort ergebniswirk-  nommen wurden. Ihr Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt
 sam realisiert wird. Die Bewertungsparameter entsprechen im Wesentlichen jenen für pensions-  dann zum höheren der beiden nachstehenden Beträge:
 ähnliche Verpflichtungen. Die daraus zu erfassenden Aufwendungen werden in der GuV groß-
 teils unter den Gehältern ausgewiesen.
              • dem Betrag, der in Übereinstimmung mit den oben beschriebenen Leitlinien für Rückstellungen
                erfasst werden würde (IAS 37) oder
 Rückstellungen   Sonstige Rückstellungen werden entsprechend den Regelungen des IAS 37 angesetzt, wenn für   • dem erstmalig angesetzten Betrag ggf. abzüglich der in Übereinstimmung mit den allgemei-
 das Unternehmen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten auf-  nen Leitlinien für Ertragsrealisierung (IAS 18) erfassten kumulativen Abschreibung
 grund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflich-
 tung zu einem Mittelabfluss führen wird. Hierzu muss die Höhe der Verpflichtung zuverlässig   Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn   Zuschüsse der öffentlichen
 geschätzt werden können. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungs-  hinreichende Sicherheit besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unterneh-  Hand
 betrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Der Erfüllungsbetrag wird auf   men die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden
 Basis  der  bestmöglichen  Schätzung  ermittelt,  mit  der  eine  gegenwärtige  Verpflichtung  am   planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entspre-
 Bilanzstichtag erfüllt oder auf einen Dritten übertragen werden könnte. Dabei werden zukünfti-  chenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen.
 ge Kostensteigerungen, die am Bilanzstichtag absehbar und wahrscheinlich sind, berücksichtigt.

           Die  Investitionszuschüsse  der  öffentlichen  Hand  werden  mit  den  entsprechenden  Anschaf-
 Im  KELAG-Konzernabschluss  werden  ferner  Drohverlustrückstellungen  für  erwartete  Verluste   fungs- bzw. Herstellungskosten verrechnet.
 aus „belastenden“ Verträgen gemäß den Bestimmungen von IAS 37 gebildet. Der Bilanzansatz
 spiegelt die Höhe des erwartet unvermeidbaren Ressourcenabflusses zu Vollkosten wider. Das   Bei  den  in  der  Bilanz  ausgewiesenen  Baukostenzuschüssen  handelt  es  sich  um  von  Kunden   Baukostenzuschüsse
 ist der geringere Betrag aus der Erfüllung des Vertrages und allfälliger Kompensationszahlungen   erhaltene Baukostenzuschüsse für Netzbereitstellung und Anschlusskosten. Diese werden gem.
 bei Nichterfüllung. Die Erfassung von Wertminderungen auf mit „belastenden“ Verträgen ver-  IFRIC 18 als Passivposten unter den Schulden erfasst und ergebniswirksam aufgelöst. Die Auflö-
 bundene Vermögenswerte geht jedoch der Erfassung von Drohverlustrückstellungen vor.
           sungsbeträge werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.
 Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Barwert des voraussichtlichen Erfüllungsbetra-  Werden Netztarife durch einen Regulator auf Basis von Kosten- bzw. Erlösschätzungen festge-  Regulatorische
 ges wesentlich von dessen Nominalwert abweicht, diskontiert. Gemäß den Bilanzierungs- und   legt und Minder- oder Mehrkosten bzw. -erlöse aus der Vergangenheit bei der Tariffestsetzung   Vermögenswerte und
 Bewertungsregeln  des  Konzerns  werden  grundsätzlich  jene  Rückstellungen,  deren  Erfüllung   in der Zukunft berücksichtigt, so ist der Netzbetreiber berechtigt, Mehrkosten bzw. Mindererlö-  Schulden
 mehr als zwölf Monate in der Zukunft liegt, diskontiert. Der Diskontierungszinssatz ist ein an die



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