Page 104 - Geschäftsbericht 2017
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                                      eine Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt
                                      werden. Durch dieses Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung
                                      der Beiträge verpflichtet und es wird daher als beitragsorientierter Plan gemäß IAS 19 bilanziert.



                                      Altersteilzeitverpflichtungen
                                      Im Konzern wird Mitarbeitern im Rahmen von Altersteilzeitmodellen die Möglichkeit geboten,
                                      vor  dem  Eintritt  des  ASVG-Pensionsanspruches  unter  Entgeltfortzahlung  bis  zum  gesetzlich
                                      verankerten Pensionseintrittsalter ein gefördertes Altersteilzeitmodell in Anspruch zu nehmen.
                                      Das Altersteilzeitmodell sieht ein Blockmodell vor, wobei die ersten 40 % des Zeitraumes vom
                                      Beginn der Altersteilzeit bis zum Pensionsantritt voll zu arbeiten sind und der Begünstigte für
                                      die restlichen 60 % des Zeitraumes freigestellt wird. Die Höhe des Bezugs während der Alters-
                                      teilzeit wird mit 70 % des Monatsbezuges vor Antritt der Altersteilzeit vereinbart.

                                      Bei  der  Bewertung  der  in  der Bilanz  ausgewiesenen  Rückstellung  kommt  die  Projected-Unit-
                                      Credit-Methode gemäß IAS 19 zur Anwendung, wobei die Neubewertung sofort ergebniswirk-
                                      sam realisiert wird. Die Bewertungsparameter entsprechen im Wesentlichen jenen für pensions-
                                      ähnliche Verpflichtungen. Die daraus zu erfassenden Aufwendungen werden in der GuV groß-
                                      teils unter den Gehältern ausgewiesen.

             Rückstellungen           Sonstige Rückstellungen werden entsprechend den Regelungen des IAS 37 angesetzt, wenn für
                                      das Unternehmen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten auf-
                                      grund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflich-
                                      tung zu einem Mittelabfluss führen wird. Hierzu muss die Höhe der Verpflichtung zuverlässig
                                      geschätzt werden können. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungs-
                                      betrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Der Erfüllungsbetrag wird auf
                                      Basis  der  bestmöglichen  Schätzung  ermittelt,  mit  der  eine  gegenwärtige  Verpflichtung  am
                                      Bilanzstichtag erfüllt oder auf einen Dritten übertragen werden könnte. Dabei werden zukünfti-
                                      ge Kostensteigerungen, die am Bilanzstichtag absehbar und wahrscheinlich sind, berücksichtigt.


                                      Im  KELAG-Konzernabschluss  werden  ferner  Drohverlustrückstellungen  für  erwartete  Verluste
                                      aus „belastenden“ Verträgen gemäß den Bestimmungen von IAS 37 gebildet. Der Bilanzansatz
                                      spiegelt die Höhe des erwartet unvermeidbaren Ressourcenabflusses zu Vollkosten wider. Das
                                      ist der geringere Betrag aus der Erfüllung des Vertrages und allfälliger Kompensationszahlungen
                                      bei Nichterfüllung. Die Erfassung von Wertminderungen auf mit „belastenden“ Verträgen ver-
                                      bundene Vermögenswerte geht jedoch der Erfassung von Drohverlustrückstellungen vor.

                                      Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Barwert des voraussichtlichen Erfüllungsbetra-
                                      ges wesentlich von dessen Nominalwert abweicht, diskontiert. Gemäß den Bilanzierungs- und
                                      Bewertungsregeln  des  Konzerns  werden  grundsätzlich  jene  Rückstellungen,  deren  Erfüllung
                                      mehr als zwölf Monate in der Zukunft liegt, diskontiert. Der Diskontierungszinssatz ist ein an die



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