Page 101 - Geschäftsbericht 2017
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 Werthaltigkeit von sonstigen   Zum jeweiligen Abschlussstichtag werden bei Vorliegen von Indikatoren die sonstigen Anteile   ausgewiesen. Die sonstigen lang- und kurzfristigen Forderungen werden zu fortgeführten An-
 Anteilen an anderen
 Unternehmen sowie an nach   an anderen Unternehmen sowie die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen auf   schaffungskosten bilanziert. Etwaige Wertminderungen werden gegebenenfalls vorgenommen.
 der Equity-Methode   Anhaltspunkte für Wertminderungen überprüft und gegebenenfalls werden Impairment-Tests
 bilanzierten Beteiligungen
 für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen in Übereinstimmung mit IAS 36 durchge-  Jene Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizule-  Werthaltigkeit von
 führt  bzw.  die Werthaltigkeit  der sonstigen  Anteile nach  IAS  39  beurteilt.  Zur  Ermittlung  des   genden Zeitwert erfasst werden, werden zu jedem Abschlussstichtag einer Prüfung unterzogen,   finanziellen
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 beizulegenden Zeitwertes einer Beteiligung wird die Fair-Value-Hierarchie in IFRS 13 eingehal-  ob  objektive  substanzielle  Hinweise  im  Sinne  von  IAS  39  (wie  etwa  erhebliche  finanzielle
 ten,  wobei  vorrangig  kapitalwertorientierte  Bewertungsverfahren  Verwendung  finden.  Dabei   Schwierigkeiten  des  Schuldners  oder  die  hohe  Wahrscheinlichkeit  eines  Insolvenzverfahrens
 werden der Bewertung die besten verfügbaren Informationen zugrunde gelegt, die ein hypo-  gegen den Schuldner) auf eine Wertminderung hindeuten. Bei Vorliegen solcher Hinweise wer-
 thetischer Erwerber in einer Transaktion zu Marktbedingungen heranziehen würde. Zur Ermitt-  den die zu erfassenden Wertminderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung
 lung des Nutzungswerts wird auf den anteiligen Barwert der geschätzten, zukünftig vom Betei-  ausgewiesen.
 ligungsunternehmen erzielbaren Cashflows abgestellt.
           Der  Konzern  sieht  im  Falle  von  Eigenkapitalinstrumenten,  die  als  „zur  Veräußerung  verfüg-
 Sonstige Wertpapiere und   Die in der Bilanz ausgewiesenen Wertpapiere und Wertrechte umfassen im Wesentlichen Öster-  bar“  klassifiziert  werden,  insbesondere  einen  signifikanten  (mehr  als  20%igen)  oder  länger
 Wertrechte
 reichische Staatsanleihen, die in Erfüllung von § 14 EStG dem Deckungserfordernis für Pensions-  (mehr als neun Monate) anhaltenden Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaf-
 rückstellungen  dienen.  Diese Wertpapiere  werden im  KELAG-Konzern  als bis  zur Endfälligkeit   fungskosten als objektiven Hinweis auf eine Wertminderung an. Liegt eine Wertminderung vor,
 gehalten (Held to Maturity) eingestuft, da der Konzern gem. IAS 39 die Absicht hat und in der   so wird diese ergebniswirksam erfasst.
 Lage ist, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Käufe und Verkäufe werden mit dem Wert zum
 Erfüllungstag  bilanziert.  Etwaige  Wertminderungen  werden  ergebniswirksam  in  der  Gewinn-   Die Bewertung der Erdgasvorräte erfolgt nach dem FIFO-Verfahren zu Anschaffungskosten oder   Vorräte
 und Verlustrechnung erfasst. Mit Hilfe der Effektivzinssatzmethode ermittelte Zinserträge wer-  zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Als Ansatzkriterium für den Nettoveräußerungswert
 den ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst.    wird eine gleichmäßige Ausspeicherung der Erdgasvorräte zum Bilanzstichtag über die nachfol-
           genden  drei  Monate  unterstellt.  Demzufolge  entspricht  der  Nettoveräußerungswert  dem
 Sonstige langfristige   Verzinsliche  langfristige  Forderungen  werden  der  Kategorie  Kredite  und  Forderungen  (Loans   Durchschnitt der Börsenpreise für die Frontmonat-Gasforwards Jänner bis März (Monatsbandlie-
 Forderungen und
 Vermögenswerte   and Receivables) zugerechnet. Diese werden mit ihren fortgeschriebenen Anschaffungskosten   ferungen) an der NetConnect Germany.
 nach der Effektivzinssatzmethode abzüglich allfälliger Wertminderungen bilanziert. Im Falle von
 Wertminderungen erfolgt die Bewertung zum Barwert der erwarteten Rückzahlungen.    Die  Roh-,  Hilfs-  und  Betriebsstoffe  sind  zu  Anschaffungskosten  oder  dem  niedrigeren  Netto-
           veräußerungswert am Bilanzstichtag angesetzt. Dieser ergibt sich bei marktgängigen Vorräten
 Forderungen aus Lieferungen   Sämtliche  Forderungen  aus  Lieferungen  und  Leistungen,  Forderungen  gegenüber  verbunde-  aus dem aktuellen Marktpreis. Bei sämtlichen anderen Vorräten ergibt sich der Nettoveräuße-
 und Leistungen sowie
 sonstige Forderungen und   nen,  nicht  konsolidierten  Unternehmen  sowie  Forderungen  gegenüber  Unternehmen,  mit   rungswert aus der Herleitung von geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungs-
 Vermögenswerte   denen  ein  Beteiligungsverhältnis  besteht,  werden  der  Kategorie  Kredite  und  Forderungen    kosten. Deren Bewertung erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren.
 (Loans and Receivables) zugerechnet und gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten
 bewertet. Im Falle von erwarteten Wertminderungen erfolgt der Ansatz in der Bilanz abzüglich   Noch nicht abrechenbare Leistungen sowie unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskos-
 Wertminderungen für erwartet uneinbringliche Teile.   ten bewertet, welche die Fertigungslohneinzelkosten, die Materialeinzelkosten sowie die ange-
           messenen Gemeinkosten umfassen.
 Jene  Wertminderungen,  welche  als  Aufwand  in  Form  von  Einzelwertberichtigungen  vorge-
 nommen werden, tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung. Konkrete Aus-  Der Posten der liquiden Mittel in der Bilanz umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben sowie   Liquide Mittel
 fälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen.    kurzfristige hochliquide Einlagen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewan-
           delt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen.
 Die kurzfristigen, übrigen Forderungen enthalten Derivate aus dem Energiebereich. Die deriva-
 tiven Finanzinstrumente werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Bilanzwerte von   Für  Zwecke  der  Geldflussrechnung  umfassen  Zahlungsmittel  und  Zahlungsmitteläquivalente
 Derivaten  mit  Aufrechnungsvereinbarung  werden  miteinander  verrechnet  und  somit  saldiert   die oben definierten liquiden Mittel.






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