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Kelag-Kraftwerksgruppe Fragant: Bauarbeiten im Hochgebirge

Kelag-Kraftwerksgruppe Fragant: Bauarbeiten im Hochgebirge

In der Kraftwerksgruppe Fragant im Mölltal führt die Kelag derzeit beim Feldseedamm und beim Wurtendamm umfangreiche Sanierungsarbeiten durch.

Beim Feldseedamm wird die Untergrundabdichtung mit einer überschnittenen Bohrpfahlwand erneuert, der Wurtendamm erhält eine neue Asphaltoberflächendichtung. Der Feldsee dient als Oberwasserspeicher, der Wurtenspeicher dient unter anderem als Unterwasserspeicher für das Pumpspeicherkraftwerk Feldsee. 

„Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben als Stromerzeuger, in die bestehenden Kraftwerke und Speichersysteme zu investieren und sie so instand zu halten, sodass wir sie jederzeit nach dem Bedarf unserer Kunden einsetzen können“, erläutert Manfred Freitag, Vorstand der Kelag. „Die Kraftwerksgruppe Fragant ist das Herzstück unserer Stromerzeugung, ein Teil der Anlagen ist bereits mehr als 50 Jahre alt. Deswegen arbeiten wir heuer an zwei großen Speicher-Sanierungsprojekten im Hochgebirge, insgesamt investieren wir hier 13 Millionen Euro.“

Feldseedamm
Der Feldseedamm auf 2.200 m Seehöhe steht auf einer etwa 30 m dicken Gletschermoräne. Hier setzen Fachkräfte eine sogenannte überschnittene Bohrpfahlwand bis auf den Fels in rund 30 m Tiefe. Möglich wird das mit einer durchgehenden Reihe von 314 Stück überschnittenen Bohrpfählen. „Die Bohrlöcher für die Bohrpfahlwand werden durch zwei Drehbohrer mit einem Durchmesser von 120 cm hergestellt und mit Beton verfüllt“, erläutert Projektleiter Mario Körbler. „Durch das überschnittene Aneinanderreihen der Bohrpfähle entsteht eine Wand im Untergrund, die den Speicheruntergrund abdichtet.“

Je Bohrgerät ist eine Mannschaft von vier Arbeitern notwendig, um den Bohrfortschritt von ca. 30 m Bohrpfahl pro Tag und Gerät zu erreichen — pro Tag sind rund 15 Fachkräfte auf der Hochgebirgsbaustelle tätig. Mario Körbler: „Für einen 30 m langen Bohrpfahl benötigen wir fünf Betonmischer-Ladungen. Das verlangt auch eine hohe organisatorische Leistung von der Mannschaft ab, insbesondere bei Schneeverwehungen an der Hochgebirgsstraße, wie wir sie noch im Mai hatten. Wir arbeiten bereits seit März auf dieser Baustelle.“ Komplettiert werden die Arbeiten durch den Einbau eines neuen Drainagesystems und Piezometersonden zur verbesserten Bauwerksüberwachung sowie eines Dichtriegels über den Bohrpfahlköpfen, der mit dem bestehenden Dichtasphalt wieder verbunden werden muss. Die Arbeiten am Speicher Feldsee werden Ende Oktober abgeschlossen.

Wurtendamm
Beim fast 50 Jahre alten Wurtendamm wird die Asphaltoberflächendichtung erneuert. Bevor diese Arbeiten begonnen wurden, musste der Speicher Wurten vollständig entleert werden. Dies geschah unter Beachtung strenger behördlicher Vorgaben und unter Beiziehung eines Umweltbüros. Im März wurde im Labor in der sogenannten „Eignungsprüfung“ das geeignete „Rezept“ für die mehrstufig aufgebaute Asphaltoberflächendichtung gefunden. Sie besteht aus einer Binder- und einer Dichtungsschicht. Seit Anfang Juli arbeitet eine Asphaltbaufirma daran, die alte Asphaltdichtung mittels Fräsgerätschaft abzutragen. Momentan sind 20 Arbeiter damit beschäftigt, neue Drainageleitungen im Dammbereich zu verlegen und das Hochwasserentlastungsbauwerk entsprechend der aktuellen Erdbebennorm zu ertüchtigen. Danach wird auf der Wasserseite des Wurtendamms die neue Asphaltoberflächendichtung aufgebracht. Die Arbeiten werden im September abgeschlossen. 

Revision eines Maschinensatzes im Pumpspeicherkraftwerk Feldsee
„Die zeitgleiche Umsetzung der Arbeiten beim Speicher Feldsee und beim Speicher Wurten stellt für die beauftragten Unternehmen, aber auch für unsere Mannschaft, eine große Herausforderung dar“, sagt Christian Rupp, Leiter Erzeugung/Technische Services. „Diese Vorgangsweise haben wir gewählt, um den Erzeugungsausfall möglichst gering zu halten. Zeitgleich mit den Bauarbeiten beim Feldseedamm und beim Wurtendamm unterziehen wir einen Maschinensatz im Pumpspeicherkraftwerk Feldsee einer Großrevision.“ Im September starten die Inbetriebsetzungsarbeiten für den revidierten Maschinensatz. Das Pumpspeicherkraftwerk Feldsee wird mit November 2019 wieder in Betrieb gehen.

Kraftwerksgruppe Fragant
Die Kraftwerksgruppe Fragant im Mölltal ist das Herzstück der Stromerzeugung der Kelag aus Wasserkraft und ein Grundpfeiler für die sichere und zuverlässige Stromversorgung in Kärnten. Sie besteht aus Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken sowie Laufkraftwerken. Mit dem Bau der Kraftwerksgruppe Fragant begann die Kelag in den 1960er Jahren. Die Kelag verfügt in der Fragant über eine Erzeugungsleistung von 474 MW, eine Pumpleistung von 239 MW und über eine Jahreserzeugung von rund 790 Millionen Kilowattstunden — das entspricht dem Jahresbedarf von rund 225.000 Haushalten. Die Kraftwerksgruppe Fragant erzeugt vor allem Spitzenstrom, also zu Zeiten, in denen Strom von den Kunden besonders dringend gebraucht wird. „So können wir Schwankungen bei der Nachfrage und der Erzeugung von Strom, vor allem aus Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen, rasch ausgleichen. Das macht Pumpspeicherkraftwerke zu „grünen Batterien“, die wesentlich dazu beitragen, die ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen“, erklärt Freitag.
 

In der Kraftwerksgruppe Fragant im Mölltal führt die Kelag derzeit beim Feldseedamm und beim Wurtendamm umfangreiche Sanierungsarbeiten durch.

Beim Feldseedamm wird die Untergrundabdichtung mit einer überschnittenen Bohrpfahlwand erneuert, der Wurtendamm erhält eine neue Asphaltoberflächendichtung. Der Feldsee dient als Oberwasserspeicher, der Wurtenspeicher dient unter anderem als Unterwasserspeicher für das Pumpspeicherkraftwerk Feldsee. 

„Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben als Stromerzeuger, in die bestehenden Kraftwerke und Speichersysteme zu investieren und sie so instand zu halten, sodass wir sie jederzeit nach dem Bedarf unserer Kunden einsetzen können“, erläutert Manfred Freitag, Vorstand der Kelag. „Die Kraftwerksgruppe Fragant ist das Herzstück unserer Stromerzeugung, ein Teil der Anlagen ist bereits mehr als 50 Jahre alt. Deswegen arbeiten wir heuer an zwei großen Speicher-Sanierungsprojekten im Hochgebirge, insgesamt investieren wir hier 13 Millionen Euro.“

Feldseedamm
Der Feldseedamm auf 2.200 m Seehöhe steht auf einer etwa 30 m dicken Gletschermoräne. Hier setzen Fachkräfte eine sogenannte überschnittene Bohrpfahlwand bis auf den Fels in rund 30 m Tiefe. Möglich wird das mit einer durchgehenden Reihe von 314 Stück überschnittenen Bohrpfählen. „Die Bohrlöcher für die Bohrpfahlwand werden durch zwei Drehbohrer mit einem Durchmesser von 120 cm hergestellt und mit Beton verfüllt“, erläutert Projektleiter Mario Körbler. „Durch das überschnittene Aneinanderreihen der Bohrpfähle entsteht eine Wand im Untergrund, die den Speicheruntergrund abdichtet.“

Je Bohrgerät ist eine Mannschaft von vier Arbeitern notwendig, um den Bohrfortschritt von ca. 30 m Bohrpfahl pro Tag und Gerät zu erreichen — pro Tag sind rund 15 Fachkräfte auf der Hochgebirgsbaustelle tätig. Mario Körbler: „Für einen 30 m langen Bohrpfahl benötigen wir fünf Betonmischer-Ladungen. Das verlangt auch eine hohe organisatorische Leistung von der Mannschaft ab, insbesondere bei Schneeverwehungen an der Hochgebirgsstraße, wie wir sie noch im Mai hatten. Wir arbeiten bereits seit März auf dieser Baustelle.“ Komplettiert werden die Arbeiten durch den Einbau eines neuen Drainagesystems und Piezometersonden zur verbesserten Bauwerksüberwachung sowie eines Dichtriegels über den Bohrpfahlköpfen, der mit dem bestehenden Dichtasphalt wieder verbunden werden muss. Die Arbeiten am Speicher Feldsee werden Ende Oktober abgeschlossen.

Wurtendamm
Beim fast 50 Jahre alten Wurtendamm wird die Asphaltoberflächendichtung erneuert. Bevor diese Arbeiten begonnen wurden, musste der Speicher Wurten vollständig entleert werden. Dies geschah unter Beachtung strenger behördlicher Vorgaben und unter Beiziehung eines Umweltbüros. Im März wurde im Labor in der sogenannten „Eignungsprüfung“ das geeignete „Rezept“ für die mehrstufig aufgebaute Asphaltoberflächendichtung gefunden. Sie besteht aus einer Binder- und einer Dichtungsschicht. Seit Anfang Juli arbeitet eine Asphaltbaufirma daran, die alte Asphaltdichtung mittels Fräsgerätschaft abzutragen. Momentan sind 20 Arbeiter damit beschäftigt, neue Drainageleitungen im Dammbereich zu verlegen und das Hochwasserentlastungsbauwerk entsprechend der aktuellen Erdbebennorm zu ertüchtigen. Danach wird auf der Wasserseite des Wurtendamms die neue Asphaltoberflächendichtung aufgebracht. Die Arbeiten werden im September abgeschlossen. 

Revision eines Maschinensatzes im Pumpspeicherkraftwerk Feldsee
„Die zeitgleiche Umsetzung der Arbeiten beim Speicher Feldsee und beim Speicher Wurten stellt für die beauftragten Unternehmen, aber auch für unsere Mannschaft, eine große Herausforderung dar“, sagt Christian Rupp, Leiter Erzeugung/Technische Services. „Diese Vorgangsweise haben wir gewählt, um den Erzeugungsausfall möglichst gering zu halten. Zeitgleich mit den Bauarbeiten beim Feldseedamm und beim Wurtendamm unterziehen wir einen Maschinensatz im Pumpspeicherkraftwerk Feldsee einer Großrevision.“ Im September starten die Inbetriebsetzungsarbeiten für den revidierten Maschinensatz. Das Pumpspeicherkraftwerk Feldsee wird mit November 2019 wieder in Betrieb gehen.

Kraftwerksgruppe Fragant
Die Kraftwerksgruppe Fragant im Mölltal ist das Herzstück der Stromerzeugung der Kelag aus Wasserkraft und ein Grundpfeiler für die sichere und zuverlässige Stromversorgung in Kärnten. Sie besteht aus Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken sowie Laufkraftwerken. Mit dem Bau der Kraftwerksgruppe Fragant begann die Kelag in den 1960er Jahren. Die Kelag verfügt in der Fragant über eine Erzeugungsleistung von 474 MW, eine Pumpleistung von 239 MW und über eine Jahreserzeugung von rund 790 Millionen Kilowattstunden — das entspricht dem Jahresbedarf von rund 225.000 Haushalten. Die Kraftwerksgruppe Fragant erzeugt vor allem Spitzenstrom, also zu Zeiten, in denen Strom von den Kunden besonders dringend gebraucht wird. „So können wir Schwankungen bei der Nachfrage und der Erzeugung von Strom, vor allem aus Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen, rasch ausgleichen. Das macht Pumpspeicherkraftwerke zu „grünen Batterien“, die wesentlich dazu beitragen, die ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen“, erklärt Freitag.
 

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