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Generalsanierung und Erneuerung Oschenik 2

Blick in das „Herz eines Pumpspeicherkraftwerkes“

Generalsanierung und Erneuerung Oschenik 2

Blick in das „Herz eines Pumpspeicherkraftwerkes“

Das Pumpspeicherkraftwerk Oschenik in der Kraftwerksgruppe Fragant wurde in den 1960er Jahren errichtet. Es besteht aus drei Maschinensätzen mit einer Gesamtleistung von 108 MW, sowohl für den Erzeugungs- als auch für den Pumpbetrieb. 

Beim Maschinensatz Oschenik 2 werden nun die Peltonturbine, der Motorgenerator und der Kugelschieber generalsaniert und das Peltonlaufrad erneuert. Die Kelag investiert dafür 1,6 Millionen Euro. „Die Maschinensätze des Pumpspeicherkraftwerkes Oschenik werden extrem beansprucht“, erklärt Manfred Freitag, Vorstand der Kelag. „Wir nutzen hier eine Fallhöhe von 1.200 Metern, damit befindet sich dieses Kraftwerk in der europäischen Oberliga der Pumpspeicherkraftwerke. Im Peltonlaufrad treffen pro Sekunde 3,6 Kubikmeter Wasser mit einer Strahlgeschwindigkeit von 180 Metern pro Sekunde und mit einer Kraft von 30 Tonnen auf die einzelnen Becher, das Laufrad dreht sich mit 750 Umdrehungen pro Minute und treibt den Generator an.“

Neues Peltonlaufrad mit besserem Wirkungsgrad
Beim Maschinensatz Oschenik 2 wird das alte, rund 50 Jahre alte Peltonlaufrad durch ein neues ersetzt. Ausgetauscht werden auch die Verschleißteile und die Düsennadeln. „Das neue Laufrad wird einen um etwa 1,5 % besseren Wirkungsgrad haben als das alte Laufrad“, erläutert Projektleiter Stefan Leitner. 

Beim Motorgenerator erneuert die Kelag Polspulen und Polverbinder und einige Verschleißteile. „Außerdem unterziehen wir den Motorgenerator sehr genauen Rissprüfungen“, sagt Leitner. Ausgebaut und generalsaniert wird auch der Kugelschieber, das Absperrorgan zwischen Druckrohrleitung und Turbine. „Der neue Kugelschieber sollte nun wieder 20 Jahre lang seinen gewohnten Dienst tun“, sagt Leitner. Etwa die Hälfte der Arbeitsleistung wird vom Fachpersonal der Kelag erbracht, die andere Hälfte der Arbeitsleistung wird von Spezialfirmen erledigt.

Was sehen wir heute?
„Wir befinden uns derzeit mitten in den Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten, alle wesentlichen Anlagenteile sind zu sehen“, sagt Stefan Leitner. „Aktuell wird der sanierte Kugelschieber wieder eingebaut, außerdem arbeiten wir an den Anschlüssen für die Steuerung. Beim Motorgenerator ist der sanierte Rotor eingehoben, der Stator ist wieder geschlossen und verlötet. Auch das Turbinengehäuse ist derzeit offen, die Innenausstattung wird derzeit erneuert, das neue Laufrad ist aber noch nicht eingebaut.“ Ende Mai werden die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten am Maschinensatz Oschenik 2 abgeschlossen sein. 

Spitzenstromkraftwerk Oschenik
Konzipiert wurde das Pumpspeicherkraftwerk Oschenik in den 1960er Jahren als Jahresspeicher-kraftwerk. Der Speicher Oscheniksee ist mit 33 Millionen Kubikmeter Inhalt sehr groß. Er wurde früher im Frühling und Sommer, in den Monaten mit sehr guter Wasserführung in den Flüssen, gefüllt, sodass im Winter Wasser für die Stromerzeugung bereitstand. Heute wird dieses Kraftwerk ganz anders eingesetzt. Das große und stark schwankende Angebot von Strom aus Windkraft und Photovoltaik im Netz macht es notwendig, immer wieder ausgleichend einzugreifen. „Deshalb starten wir sowohl die Pumpen als auch die Generatoren wesentlich öfter als früher, um Spitzenstrom zu erzeugen oder Strom aus anderen Kraftwerken zu verwerten“, erläutert Christian Tengg, Leiter der Kraftwerksgruppe Fragant. „Die vielen Starts und Stopps bedeuten starke Belastungen der Maschinensätze. Deswegen müssen wir bei der Wartung und der Instandhaltung besonders sorgfältig sein, damit die hohe Verfügbarkeit der Maschinensätze auch weiterhin gewährleistet ist. Diese Maschinensätze sind für die sichere und ausreichende Versorgung unserer Kunden mit Strom von sehr großer Bedeutung.“ Der Maschinensatz Oschenik 2 ist pro Jahr rund 1.500 bis 1.700 Stunden im Pumpbetrieb und 1.200 bis 1.400 Stunden im Erzeugungsbetrieb. Pumpspeicherkraftwerke können innerhalb weniger Minuten sowohl für den Pump- als auch für den Erzeugungsbetrieb gestartet werden.

Blick in das „Herz eines Pumpspeicherkraftwerkes“

Das Pumpspeicherkraftwerk Oschenik in der Kraftwerksgruppe Fragant wurde in den 1960er Jahren errichtet. Es besteht aus drei Maschinensätzen mit einer Gesamtleistung von 108 MW, sowohl für den Erzeugungs- als auch für den Pumpbetrieb. 

Beim Maschinensatz Oschenik 2 werden nun die Peltonturbine, der Motorgenerator und der Kugelschieber generalsaniert und das Peltonlaufrad erneuert. Die Kelag investiert dafür 1,6 Millionen Euro. „Die Maschinensätze des Pumpspeicherkraftwerkes Oschenik werden extrem beansprucht“, erklärt Manfred Freitag, Vorstand der Kelag. „Wir nutzen hier eine Fallhöhe von 1.200 Metern, damit befindet sich dieses Kraftwerk in der europäischen Oberliga der Pumpspeicherkraftwerke. Im Peltonlaufrad treffen pro Sekunde 3,6 Kubikmeter Wasser mit einer Strahlgeschwindigkeit von 180 Metern pro Sekunde und mit einer Kraft von 30 Tonnen auf die einzelnen Becher, das Laufrad dreht sich mit 750 Umdrehungen pro Minute und treibt den Generator an.“

Neues Peltonlaufrad mit besserem Wirkungsgrad
Beim Maschinensatz Oschenik 2 wird das alte, rund 50 Jahre alte Peltonlaufrad durch ein neues ersetzt. Ausgetauscht werden auch die Verschleißteile und die Düsennadeln. „Das neue Laufrad wird einen um etwa 1,5 % besseren Wirkungsgrad haben als das alte Laufrad“, erläutert Projektleiter Stefan Leitner. 

Beim Motorgenerator erneuert die Kelag Polspulen und Polverbinder und einige Verschleißteile. „Außerdem unterziehen wir den Motorgenerator sehr genauen Rissprüfungen“, sagt Leitner. Ausgebaut und generalsaniert wird auch der Kugelschieber, das Absperrorgan zwischen Druckrohrleitung und Turbine. „Der neue Kugelschieber sollte nun wieder 20 Jahre lang seinen gewohnten Dienst tun“, sagt Leitner. Etwa die Hälfte der Arbeitsleistung wird vom Fachpersonal der Kelag erbracht, die andere Hälfte der Arbeitsleistung wird von Spezialfirmen erledigt.

Was sehen wir heute?
„Wir befinden uns derzeit mitten in den Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten, alle wesentlichen Anlagenteile sind zu sehen“, sagt Stefan Leitner. „Aktuell wird der sanierte Kugelschieber wieder eingebaut, außerdem arbeiten wir an den Anschlüssen für die Steuerung. Beim Motorgenerator ist der sanierte Rotor eingehoben, der Stator ist wieder geschlossen und verlötet. Auch das Turbinengehäuse ist derzeit offen, die Innenausstattung wird derzeit erneuert, das neue Laufrad ist aber noch nicht eingebaut.“ Ende Mai werden die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten am Maschinensatz Oschenik 2 abgeschlossen sein. 

Spitzenstromkraftwerk Oschenik
Konzipiert wurde das Pumpspeicherkraftwerk Oschenik in den 1960er Jahren als Jahresspeicher-kraftwerk. Der Speicher Oscheniksee ist mit 33 Millionen Kubikmeter Inhalt sehr groß. Er wurde früher im Frühling und Sommer, in den Monaten mit sehr guter Wasserführung in den Flüssen, gefüllt, sodass im Winter Wasser für die Stromerzeugung bereitstand. Heute wird dieses Kraftwerk ganz anders eingesetzt. Das große und stark schwankende Angebot von Strom aus Windkraft und Photovoltaik im Netz macht es notwendig, immer wieder ausgleichend einzugreifen. „Deshalb starten wir sowohl die Pumpen als auch die Generatoren wesentlich öfter als früher, um Spitzenstrom zu erzeugen oder Strom aus anderen Kraftwerken zu verwerten“, erläutert Christian Tengg, Leiter der Kraftwerksgruppe Fragant. „Die vielen Starts und Stopps bedeuten starke Belastungen der Maschinensätze. Deswegen müssen wir bei der Wartung und der Instandhaltung besonders sorgfältig sein, damit die hohe Verfügbarkeit der Maschinensätze auch weiterhin gewährleistet ist. Diese Maschinensätze sind für die sichere und ausreichende Versorgung unserer Kunden mit Strom von sehr großer Bedeutung.“ Der Maschinensatz Oschenik 2 ist pro Jahr rund 1.500 bis 1.700 Stunden im Pumpbetrieb und 1.200 bis 1.400 Stunden im Erzeugungsbetrieb. Pumpspeicherkraftwerke können innerhalb weniger Minuten sowohl für den Pump- als auch für den Erzeugungsbetrieb gestartet werden.

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